FAQ

Wie wurden die Mitglieder des Klimarats ausgewählt?

Die Auswahl der Bürgerinnen und Bürger, die am Klimarat teilnehmen, wurde mittels Zufallsprinzips von der Statistik Austria durchgeführt. Der Klimarat spiegelt die österreichische Bevölkerung wider, was die Merkmale Wohnort, Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen anbelangt. Die Teilnehmer:innen sind mindestens 16 Jahre alt und haben ihren Hauptwohnsitz seit mindestens fünf Jahren in Österreich. Die jüngste Person im Klimarat ist 17 Jahre alt, die älteste 79 Jahre.

Mehr Informationen zum Auswahlverfahren finden Sie im Methodenbericht der Statistik Austria

Gibt es auch in anderen Ländern Klimaräte?

Ja, in verschiedenen Ländern Europas haben sich bereits Klimaräte zusammengefunden – zum Beispiel in Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Schottland oder Irland. In Spanien findet seit 20. November 2021 ein Klimarat statt. Über das europäische Netzwerk www.knoca.eu tauschen sich die Klimaräte aus. Da Klimafragen natürlich global betrachtet werden müssen, fand im Oktober und November 2021 auch ein internationaler Klimarat (https://globalassembly.org/) mit 100 Menschen aus aller Welt statt. Die Ergebnisse wurden auf der Weltklimakonferenz in Glasgow präsentiert.

Erhalten die Mitglieder des Klimarats aktuelle und ausgewogene Informationen zu verschiedenen Themen?

Ja, denn das ist ganz wesentlich, um zielführend diskutieren zu können. Der Klimaforscher Georg Kaser und die Umweltökonomin Birgit Bednar-Friedl stellten für den österreichischen Klimarat ein wissenschaftliches Begleitgremium zusammen, in dem Wissenschaftler:innen aus vielen verschiedenen Fachrichtungen vertreten sind. Dieses Gremium sorgt für eine aktuelle wissenschaftliche Basis in allen Klimafragen. Außerdem gibt es ein beratendes Stakeholder-Gremium, in dem Sozialpartner und Umweltdachverbände vertreten sind. Vorträge der Wissenschaftler:innen finden Sie auf unserem Youtube Kanal.

Wann und wo finden die Sitzungen des Klimarats statt?

Die Treffen des Klimarats finden an folgenden sechs Wochenenden statt:

  • 15.-16.01.2022 in Wien
  • 26.-27.02.2022 in Salzburg
  • 26.-27.03.2022 in Wien
  • 23.-24.04.2022 in Salzburg
  • 14.-15.05.2022 in Wien
  • 11.-12.06.2022 in Salzburg
Warum sind die Namen der ausgewählten Bürger:innen nicht bekannt?

Die Teilnehmer:innen des Klimarats nehmen sich einem wichtigen und schwierigen Thema – Klimaneutralität bis 2040 – an. Es ist wichtig, dass sie dieser Aufgabe ohne Beeinflussung von außen nachgehen können. Es ist uns wichtig, dass weder Politik noch Wirtschaft Einfluss auf den Prozess der Meinungsfindung haben. Daher sind Medien und Politiker:innen nur bei der Eröffnung der Wochenenden anwesend und haben keinen Zutritt zu Arbeits- und Diskussionsrunden. Wir bitten alle interessierten Menschen die Privatsphäre der teilnehmenden Bürger:innen zu respektieren.

Das Bedürfnis nach einem geschützten Raum steht in einem gewissen Gegensatz zu einem Bedarf nach Transparenz und Interesse der Bevölkerung am Klimarat. Einige der Bürger:innen haben sich bewusst entschieden – teils auch mit Namen – in die Medien zu gehen und auf Veranstaltungen zu sprechen. Das ist wichtig, um den Klimarat bekannt zu machen. Auch werden die Inputs der Wissenschaftler:innen jeweils nach den Wochenenden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Was passiert mit den Ergebnissen des Klimarats?

Der Maßnahmenbericht der Bürgerinnen und Bürger wurde nach den sechs Wochenenden im Juli 2022 der Bundesregierung übergeben und wird von den zuständigen Gremien weiter behandelt.

Ein Bürgerrat ist ein Beteiligungsverfahren und somit ein gelebtes Beispiel partizipativer Demokratie. Da die Teilnehmenden am Klimarat nicht gewählt werden und somit kein Mandat aus der Bevölkerung haben, sind deren Empfehlungen formal unverbindlich. Die Ergebnisse unterstützen Parlamente und Räte jedoch bei Entscheidungsprozessen und haben wesentlichen Einfluss auf die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der Gemeinde und den Herausforderungen, denen sich die Verwaltung und Politik gegenüber sieht.

Kann ich auch mitmachen, wenn ich nicht ausgewählt wurde?

Ja, auch Sie können sich im Frühjahr 2022 beteiligen! Möglich macht das eine Online-Bürger:innenbeteiligung: Zwischenergebnisse des Klimarats können hier mit Interessierten diskutiert und um wertvolles, lokales Wissen bereichert werden. Die Details werden rechtzeitig bekanntgegeben.