Die 100 fürs Klima

100 Bürger:innen, 6 Wochenenden, 1 Ziel:
ein klimagesundes Österreich bis 2040. Das ist der Klimarat.

Was ist der Klimarat?

Was ist der Klimarat?

Was müssen wir heute tun, um morgen in einer klimagesunden Zukunft zu leben?

100 zufällig ausgewählte Bürger:innen aus allen Regionen und Teilen der Gesellschaft setzen sich mit dieser Frage auseinander. Gemeinsam sind sie der Klimarat. Als eine Art „Mini-Österreich“ erarbeiten sie Maßnahmen, um die Klimazukunft unseres Landes aktiv mitzugestalten.

Die Bürger:innen des Klimarats entwickeln an sechs Wochenenden Antworten rund um zentrale Zukunftsfragen: Wie wollen wir uns fortbewegen? Woher beziehen wir unsere Energie? Wie müssen wir uns ernähren, um den Planeten zu schützen? Mit dem Klimarat leuchtet die Bevölkerung der Politik den Weg. Unterstützt werden die Bürger:innen von Wissenschaftler:innen verschiedener Fachrichtungen, die den aktuellen Forschungsstand einbringen.

Die Ergebnisse werden Mitte des Jahres 2022 der Bundesregierung übergeben. Ziel ist ein klimagesundes Österreich – und damit Klimaneutralität – bis 2040.
Der österreichische Klimarat ist übrigens nicht der einzige in Europa: In vielen anderen Ländern – in Deutschland zum Beispiel im Frühling 2021 – haben sich Bürger:innen zusammengefunden, um über Klimamaßnahmen zu diskutieren.

Überblick über europäische Initiativen

Was davor geschah

Oder: wie es zum Projekt Klimarat kam.

Geburtsstunde des Klimarats war das Klimavolksbegehren im Juni 2020, das von fast 400.000 Menschen unterstützt wurde. Eine der Kernforderungen: die österreichische Bevölkerung aktiv bei Klimaschutzmaßnahmen mitbestimmen zu lassen. Im März 2021 hat der Nationalrat die Bundesregierung ersucht, die Forderungen des Klimavolksbegehrens umzusetzen – und der Klimarat war geboren.

Es gibt viele Gründe, die für einen starken Klimarat der Bürger:innen  sprechen. Denn um die vorgegebenen Ziele einzuhalten, braucht es dringend umfassende Maßnahmen, die von allen mitgetragen werden. Zentral dabei ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung.

Fakten zum Klimawandel:

Die Erde erwärmt sich.

Seit der Industrialisierung 1850 ist die Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche um 1,2 Grad Celsius gestiegen. Das klingt nach wenig, bringt das Leben auf unserem Planeten aber massiv aus dem Gleichgewicht.

Das Wetter wird extremer.

Der Klimawandel wirkt sich bereits in allen Regionen der Welt auf das Wetter aus, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Hitzewellen treten weltweit (auch in Österreich) vermehrt und verstärkt auf, in einigen Regionen gibt es zunehmend mehr Dürreperioden. Auch extreme Niederschläge kommen häufiger und heftiger vor.

Der Meeresspiegel steigt.

Von 1901 bis 2018 ist der mittlere globale Meeresspiegel um 20 Zentimeter gestiegen. Durch die Ausdehnung des erwärmten Wassers und das Tauen von Gletschern und Eisschilden beschleunigt sich der Anstieg. Im Laufe des 21. Jahrhunderts ist je nach Menge der weiterhin ausgestoßenen Treibhausgase ein weiterer Anstieg um 0,3 bis 1 Meter zu erwarten.

Das Meereis der Arktis schrumpft.

In den letzten 40 Jahren ist das Meereseis rund um den Nordpol massiv geschrumpft und aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Beobachtungen 1850. Bis 2050 wird die Arktis mindestens ein Mal zum Ende des Sommers eisfrei sein. Je höher die Emissionen, desto öfter wird dies künftig passieren.

Der Mensch verursacht den derzeitigen Klimawandel.

Das Klima reagiert sensibel auf verschiedene Einflüsse und zeigt natürliche Schwankungen. Allerdings kann der derzeitige Klimawandel durch natürliche Mechanismen nicht erklärt werden – es sind unbestreitbar menschliche Einflüsse, die momentan die Erde aufheizen.

Die Treibhausgase sind für die Erwärmung verantwortlich.

Nur die menschengemachten Emissionen von Treibhausgasen (vor allem CO2) können diesen Klimawandel erklären. CO2-Emissionen entstehen durch das Verbrennen fossiler Energieträger (Erdöl, Gas, Kohle). Auch die Zunahme von Methangas und Lachgas in der Atmosphäre stammt von menschlichen Aktivitäten.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Athmosphäre nimmt weiter zu.

In den zurückliegenden zwei Millionen Jahren war die Konzentration der Treibhausgase (insbesondere CO2) nie höher als heute. Die Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre nimmt, je nach weiteren Emissionen, weiter zu.

Die Erwärmung sollte auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden.

Damit die Folgen der Klimaerwärmung kontrollierbar bleiben, darf sich die Erde um nicht mehr als 1,5 Grad Celsius erwärmen. Die überwältigende Mehrheit der Länder der Welt hat sich im Pariser Klimaabkommen zu diesem Ziel bekannt. Um es zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen global bis 2030 um ca. 45 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 und bis 2050 auf netto null reduziert werden. Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2040 klimaneutral zu sein.

Klimaschutz betrifft zahlreiche Bereiche unseres Lebens.

Der Ausstoß von Treibhausgasen als Ursache des Klimawandel ist mit zahlreichen Bereichen unseres Lebens und unserer Gesellschaft verknüpft: Erzeugung und Nutzung von Energie (Strom und Wärme), Wohnen, Mobilität, Ernährung, Landnutzung sowie Produktion, Transport und Konsum von Gütern und Dienstleistungen. In all diesen Handlungsfeldern müssen wir – gemeinsam als Gesellschaft und jede und jeder einzeln – etwas tun, um den Ausstoß von Treibhausgasen sehr schnell auf null zu bringen.

An folgenden
Wochenenden wird getagt

Wien

15.-16.01.2022

Salzburg

26.-27.02.2022

Wien

26.-27.03.2022

Salzburg

23.-24.04.2022

Wien

14.-15.05.2022

Salzburg

11.-12.6.2022